Um herauszufinden, ob ein Aktionscode Kundschaft in Ihren Laden bringt, geben Sie ihm eine einzige Herkunft (ein Code pro Kanal und Kampagne) und eine begrenzte Laufzeit, und zählen Sie jede Einlösung an der Kasse. Vergleichen Sie den Zeitraum anschließend mit einem ähnlichen normalen Zeitraum. Die Zahl der eingelösten Codes liefert Ihnen ein belegtes Minimum, nicht die Gesamtwirkung: Manche Kunden kommen wegen der Nachricht, ohne den Code zu nennen, andere nutzen ihn, obwohl sie ohnehin gekommen wären.

Warum beweist ein einziger Code für alle Kanäle nichts?

Kursiert derselbe Code auf Instagram, per SMS und auf dem Plakat im Schaufenster, wissen Sie zwar, wie oft er eingelöst wurde, aber nicht, woher die Kundschaft kommt. Dann lässt sich nicht sagen, welcher Kanal beim nächsten Mal Ihre Zeit und Ihr Budget verdient.

Wie legen Sie einen messbaren Aktionscode an?

  1. Ein Code pro Kanal und Kampagne, kurz und an der Kasse leicht auszusprechen: zum Beispiel SMS10, INSTA10 und FENSTER10 für dasselbe Angebot mit −10 %.
  2. Ein Start- und ein Enddatum, die auf dem Angebot stehen. Eine kurze Laufzeit gibt einen Grund, jetzt zu kommen, und erleichtert den Vergleich.
  3. Dasselbe Angebot auf allen Kanälen: Sonst vergleichen Sie Angebote, nicht Kanäle.
  4. Eine einfache Regel an der Kasse: Der Code wird bei jedem Einkauf eingegeben oder notiert, ohne Ausnahme.
  5. Wenn Ihre Kasse es erlaubt, eine einzige Einlösung pro Kunde, damit Sie Kunden zählen und nicht Einkäufe.

Wie zählen Sie die Einlösungen an der Kasse?

Am zuverlässigsten ist ein eigener Rabatt im Kassensystem, einer pro Code: Der Tagesabschluss zählt dann mit. Ansonsten genügt ein Blatt neben der Kasse mit einer Spalte pro Code. Notieren Sie bei jedem Einkauf:

  • Den eingelösten Code.
  • Den Betrag des Kassenbons vor und nach dem Rabatt.
  • Neukunde oder Stammkunde: Eine Frage genügt, „Sind Sie zum ersten Mal bei uns?“.
  • Kunden, die das Angebot erwähnen, ohne den Code zu nennen, in einer eigenen Spalte „Angebot gesehen, ohne Code“.

Womit vergleichen Sie die Ergebnisse?

Eine einzelne Zahl sagt nichts. Vergleichen Sie den Zeitraum des Codes mit einem ähnlichen Vergleichszeitraum: dieselbe Woche im Vorjahr oder der Durchschnitt der vorangegangenen Wochen, ohne Feiertage, Schulferien oder ein ungewöhnliches Ereignis in Ihrer Straße. Schauen Sie sich dann an:

  • Die Zahl der eingelösten Codes pro Kanal: die Mindestzahl an Einkäufen, die auf jeden Kanal zurückgehen.
  • Den Anteil der Neukunden an diesen Einkäufen: Er misst die Neukundengewinnung.
  • Die Entwicklung der Zahl der Kassenbons im Vergleich zum Vergleichszeitraum.
  • Den durchschnittlichen Bon mit und ohne Code.
  • Ob die Kunden, die mit Code kamen, in den folgenden Wochen wiederkommen, sofern Ihre Kundendatei oder Treuekarte es erlaubt, sie wiederzufinden.

Was kostet Sie der Rabatt?

Ein Rabatt geht von Ihrer Marge ab, nicht von Ihrem Umsatz. Die Grundrechnung: Kosten des Rabatts pro Bon = durchschnittlicher Bon × Rabattsatz. Vergleichen Sie das mit der Bruttomarge, die Sie auf diesen Bon erzielen.

Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen, die Sie durch Ihre eigenen ersetzen: durchschnittlicher Bon 40 €, Bruttomarge 50 %, also 20 € Marge pro Bon. Mit einem Code über −20 % kostet der Rabatt 8 € pro Bon, und Ihnen bleiben 12 € Marge. Um an diesen Kunden so viel zu verdienen wie vorher, brauchen Sie also rund 67 % mehr Kassenbons (20 ÷ 12 ≈ 1,67). Mit einem Code über −10 % kostet der Rabatt 4 €, es bleiben 16 €, und 25 % mehr Bons reichen aus (20 ÷ 16 = 1,25).

Deshalb kann ein Code, der an Stammkunden geht, die ohnehin gekommen wären, mehr kosten, als er einbringt: Sie schenken ihnen den Rabatt, ohne einen zusätzlichen Einkauf zu gewinnen.

Was beweist die Zahl der eingelösten Codes?

Sie beweist eine Untergrenze: Mindestens so viele Einkäufe gehen auf Ihre Kampagne zurück. Alles misst sie nicht. Manche Kunden sehen das Angebot und kommen, ohne den Code zu nennen, andere vergessen ihn an der Kasse, wieder andere kommen später ohne Angebot zurück. Umgekehrt wären manche Kunden, die den Code nutzen, ohnehin gekommen.

Lesen Sie deshalb zwei Zahlen zusammen: die Einlösungen, die Kanal für Kanal ein belegtes Minimum sind, und den Abstand zum Vergleichszeitraum, der die Gesamttendenz zeigt, ohne zu sagen, welcher Kanal sie erklärt. Keine der beiden genügt allein.

Welche Regeln gelten für die Ankündigung eines Rabatts?

Wer Verbrauchern eine Preisermäßigung ankündigt, muss nach § 11 der Preisangabenverordnung (PAngV) neben dem reduzierten Preis den niedrigsten Gesamtpreis angeben, den er in den 30 Tagen vor der Ermäßigung verlangt hat. Ausgenommen sind individuelle Preisnachlässe sowie schnell verderbliche Waren, die wegen des drohenden Verderbs günstiger werden, wenn Sie klar darauf hinweisen. Bewahren Sie Belege für Ihre bisherigen Preise auf (Kassenbons, Preislisten).

Wenn Sie den Code per SMS oder E-Mail verschicken, gelten außerdem die Einwilligungsregeln des § 7 UWG: vorherige ausdrückliche Einwilligung, oder Bestandskunde mit einem Angebot zu ähnlichen eigenen Produkten und einem Hinweis auf das Widerspruchsrecht in jeder Nachricht (siehe unseren Artikel zu den Regeln für SMS-Marketing in Deutschland).

Mit Ooklo bereitet die KI die Nachricht Ihrer Kampagne für jeden Kanal vor (Beitrag, E-Mail, SMS und bald das Google-Profil), Sie tragen den Code des jeweiligen Kanals ein und geben vor jedem Versand frei. Die Zählung an der Kasse bleibt Ihre Sache: Sie zeigt, was der Code gebracht hat.

Wie lange sollte ein Aktionscode im Laden laufen?+
Kurz genug, um einen Grund zu geben, jetzt zu kommen, mit angekündigtem Start- und Enddatum. Eine ideale Dauer für alle Geschäfte gibt es nicht: Testen Sie und vergleichen Sie dann mit Ihrem Vergleichszeitraum.
Welchen Rabattsatz sollte ich wählen?+
Den, den Ihre Marge verkraftet. Berechnen Sie vor der Entscheidung die Kosten des Rabatts (durchschnittlicher Bon × Satz) und wie viele zusätzliche Kassenbons Sie brauchen, um dieselbe Marge zu halten.
Lässt sich eine Kampagne ohne Aktionscode messen?+
Ja, aber nur insgesamt, indem Sie die Zahl der Kassenbons mit einem Vergleichszeitraum vergleichen. Ohne Code und ohne Frage an der Kasse wissen Sie nicht, welcher Kanal die Kundschaft gebracht hat.
Was tun, wenn Kunden den Code vergessen?+
Fragen Sie an der Kasse, wie sie von dem Angebot erfahren haben, und notieren Sie die Antwort separat. Diese Fälle ergänzen das belegte Minimum, sind aber weniger zuverlässig.
Muss ich einen durchgestrichenen Preis anzeigen?+
Einen durchgestrichenen Preis verlangt das Gesetz nicht. Wenn Sie Verbrauchern aber eine Preisermäßigung ankündigen, müssen Sie den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angeben (§ 11 PAngV). Für individuelle Preisnachlässe gilt diese Pflicht nicht.
Kann ich denselben Code das ganze Jahr nutzen?+
Ein Dauercode wird zum dauerhaft reduzierten Preis: Ihre Kundschaft erwartet ihn, und Sie können die Wirkung einer Kampagne nicht mehr messen. Arbeiten Sie mit befristeten Codes und wechseln Sie sie bei jeder Aktion.

Quellen

  • Bundesministerium der Justiz, Preisangabenverordnung (PAngV), § 11, https://www.gesetze-im-internet.de/pangv_2022/__11.html (abgerufen am 22. Oktober 2026)
  • Bundesministerium der Justiz, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 7, https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html (abgerufen am 22. Oktober 2026)