Die Kontrolle über Daten auf europäischem Boden war lange eine abstrakte Debatte unter Tech-Vorständen. 2026, nach drei Wellen europäischer Urteile zu Datenübermittlungen in die USA und einem saftigen Bußgeld gegen ein französisches KMU, sollte jede Inhaberin und jeder Inhaber eines lokalen Geschäfts das Thema in einfachen Worten verstehen.
Was sich seit 2024 geändert hat
- Schrems II wird inzwischen konsequent durchgesetzt: Die Aufsichtsbehörden prüfen die Übermittlungen selbst, nicht nur Beschwerden.
- Data Act und AI Act bringen konkrete Pflichten zum Speicherort und zur Nutzung von Daten.
- Die Kundschaft ist sensibilisiert: 47 % der europäischen Verbraucher bevorzugen Marken, die in Europa hosten.
- Cyberversicherungen verlangen immer häufiger eine Datenspeicherung in Europa für den vollen Schutz.
Die Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten
- Wo genau werden die E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Verhaltensdaten meiner Kundschaft gespeichert?
- Gibt es Unterauftragsverarbeiter außerhalb der EU? Welche, und wofür?
- Was passiert mit meinen Daten bei einer behördlichen Anfrage aus den USA?
- Wenn Sie den Betrieb einstellen: Wie bekomme ich meine Daten zurück, in welchem Format und wie schnell?
- Haben Sie eine aktuelle Folgenabschätzung für Datenübermittlungen (TIA)?
Warum das ein Wettbewerbsvorteil ist
Ihrer Kundschaft sagen zu können, dass Plattform, Hosting und KI vollständig europäisch sind, ist zu einem echten Verkaufsargument geworden, vor allem für Geschäfte mit gewerblichen Kunden, öffentlichen Auftraggebern oder umweltbewussten Verbrauchern. Es ist auch eine hervorragende Antwort, wenn jemand fragt: „Was passiert mit meinen Daten?“